TREUL

Fa. TREUL – Schotterwerk – Erweiterung

Der Kiesabbau in Stadl-Paura beschäftigt seit 1965 immer wieder unseren Gemeinderat. Schon 1996 sprachen unser damaliger Bürgermeister Gerhard Ernst und der Firmengründer Wilhelm Treul von einer Werksbrücke über die Ager, die das Stadlinger Gemeindegebiet vom Schwerverkehr entlasten soll. Vor der Errichtung der Lambacher Umfahrung war das Projekt jedoch noch zu unrealistisch. Jetzt endlich scheint die Brücke in greifbarer Nähe zu sein. Voraussetzung für die Firma ist jedoch eine Erweiterung des Abbaugebiets, um trotz der Kosten für die Brückenerrichtung weiterhin wirtschaftlich arbeiten zu können.

Die Entscheidung, ob das Abbaugebiet um 46,6 ha erweitert wird, liegt mit dem Umweltverträglichkeitsprüfungs-verfahren in den Händen von Naturschutzlandesrat Stefan Kaineder. Die Gemeinde Stadl-Paura hat eine negative Stellungnahme zur Erweiterung des Abbaugebiets beim Land OÖ abgegeben, in das wir uns auch mit mehreren Punkten eingebracht haben. Aber für den Fall, dass das Land OÖ trotzdem der Erweiterung zustimmt, hat die Gemeinde mit der Firma TREUL eine privatrechtliche Vereinbarung abgeschlossen, dass das nicht ohne der Errichtung einer Werksbrücke geschehen wird. Durch diese Brücke wird der Schwerverkehr direkt über die Ager geführt und mündet dann auf Höhe der Neukirchner Kreuzung mit einem Kreisverkehr direkt in die B1. Die Gemeindegebiete Stadl-Paura, Lambach und Edt bei Lambach werden dann massiv vom Schwerverkehr entlastet, der von dort auch Richtung Osten über die Umfahrung Lambach geführt wird.

Als Gemeindepolitiker ist es unser Anliegen, dass die Stadlinger Bevölkerung endlich vom Schwerverkehr entlastet wird!

Natürlich muss der Schwerverkehr über die Werksbrücke geführt werden und müssen bei der Erweiterung des Abbaugebiets alle naturschutzrechtlichen Auflagen genauestens eingehalten werden, und das muss vom Land OÖ immer wieder überprüft werden. Das sind die unumstößlichen Voraussetzungen für die Erweiterung!

Unser Flugblatt zum Thema Treul

Natürlich ging es dem Bürgermeister beim beabsichtigten Grundstücksverkauf um`s Geld für Stadl-Paura, aber durch die Verhinderung des Verkaufs von 10.000 m² konnten wir der Gemeinde ein Faustpfand für Verhandlungen mit der Fa. TREUL sichern. Alles andere wäre sehr kurzfristig gedacht. Das Grundstück behält seinen Wert und kann zu einem späteren Zeitpunkt auch noch verkauft werden, nämlich dann, wenn die Werksbrücke über die Ager fertig gebaut ist und der erste LKW über diese Brücke fährt.

Schon früh haben wir uns immer wieder Gedanken darüber gemacht, wie der Schotterabbau so durchgeführt werden kann, dass das nicht zum Nachteil der Stadlinger Bevölkerung geschieht. Jetzt, nach Fertigstellung der Umfahrung Lambach, ist die Gelegenheit, diese Pläne endlich in die Tat umzusetzen. Dass die Firma die Erweiterung des Abbaugebiets zur Voraussetzung macht, ist für eine Firma eine legitime Forderung, aber wenn, dann muss das zum Vorteil für unserer Bevölkerung geschehen!